Hospiz bewegt: 1 Mann – 23 Hospize – 801,1 km - Gunter läuft! Er kam auch nach Marburg!

Begrüßung von Gunter Lutzi (2. von rechts) und Maddin Schneider (Mitte) am Niederweimarer See
Die Wandergruppe trifft am Hospiz ein.
(alle Fotos: St. Elisabeth-Hospiz Marburg / privat)

Gunter Lutzi, ein Ehrenamtlicher im Hospiz Bergstraße, ist am 27.6.2021 gestartet, um fast alle  stationären Hospize in Hessen möglichst zu Fuß zu besuchen. Er will auf den Hospizgedanken aufmerksam machen und natürlich auch darauf, dass alle Hospize auf Spenden angewiesen sind. So berichten Fernsehen und Radio von der Aktion und auch die regionale und überregionale Presse wird ihn in der Berichterstattung begleiten.

Von Maddin Schneider begleitet kam Gunter am Dienstag, dem 6. Juli, von Gießen aus kommend in unserem Hospiz an. Die kleine Wandergruppe wurde bereits am Niederweimarer See von einigen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden begrüßt und bis in unser Hospiz begleitet. Dort konnten sich Gunter und Maddin das Hospiz anschauen, die aktuelle Baustelle besichtigen und Gespräche mit Gästen und Mitarbeitenden führen. Gunter übernachtete im Hospiz und konnte sich von den Strapazen der langen Wanderungen der letzten Tage erholen. Durch einen Klick auf die folgenden Links, gelangen Sie zu kurzen Videos, in denen Maddin Gunter interviewt und umgekehrt. Die Videos öffnen sich in neuen Fenstern, die Sie anschließend einfach wieder schließen können.

Für den Mittwoch stand die Weiterreise nach Gilserberg ins Hospiz Kellerwald auf dem Programm. Da die Strecke deutlich über 40 km beträgt, wurden wir gebeten, den Transfer dorhin anderweitig, wenn möglich medien- und aufmerksamkeitswirksam zu organisieren. Am Ende der Planungen entstand ein Tag, an  dem Gunter auf drei sehr unterschiedlich gestalteten Etappen an sein Ziel begleitet wurde. Es wurde ein anstrengender, aber vor allem aufregender und anregender Tag für uns alle mit Gunter. Alle, die dabei waren, sind jetzt noch ganz beseelt von der Hilfs- und Einsatzbereitschaft aller Beteiligten, vor allem aber auch von Gruppen, die bisher mit Hospizarbeit wenig bis nichts zu tun hatten, uns aber trotzdem nach Kräften unterstützt haben.

Es ging los mit 10 wunderbaren historischen Autos des Automobil Clubs Marburg. Ein Oldtimer war besetzt mit unserer Geschäftsführung, Dorothea Neubauer und Dr. Hans Albrecht Oehler. Flankiert wurde die Kolonne vorne und hinten durch fünf Motorräder der Motorradfreunde Marburger Land, die routiniert an Schlüsselstellen dafür sorgten, dass die Verbindung der Fahrzeuge nicht abriss. Die Strecke führte uns mitten durch die Oberstadt auf den Marktplatz, wo Oberbürgermeister, Dr. Thomas Spies, die Oldtimer-Karawane, vor allem aber Gunter begrüßte. Weiterhin sorgten wir für großes Aufsehen in Kirchhain, Amöneburg und Schweinsberg. Sowohl dort wie auch später noch in  Stadtallendorf und Neustadt konnte Gunter mit den Bürgermeistern Hausmann (Kirchhain), Plettenberg (Amöneburg), Somogyi (Stadtallendorf) bzw. in Neustadt mit dem 1. Stadtrat Herrn Ellenberg zusammentreffen. Allen Gemeindevertretern ist unser Anliegen bekannt, da ihre Gemeinden entweder Mitglied in unserem Verein sind (Kirchhain, Amöneburg) oder uns durch regelmäßige Spenden unterstützen. Alle Gemeindeverwaltungen waren unglaublich hilfreich und machten unser Auftreten vor Ort unkompliziert möglich. Marburg und Kirchhain sperrten sogar Teile der Innenstädte ab und die Ordnungsämter unterstützten uns überall bereitwillig. In Amöneburg stand die Klasse 6a der Stiftsschule Spalier für Gunter und übergab ihm im Kunstunterricht von Frau Carolin Käs selbstgestaltete Plakate. Das erste wurde bereits auf der zweiten Etappe verwendet. Alle Poster werden am Ende der Wanderung bei einem Abschlussfest im Hospiz Bergstraße in Bensheim ausgestellt.

In Schweinsberg konnten wir eine Weile gemütlich beisammen sein, eine Bratwurst essen und etwas trinken. Für den Verein "Aktion für behinderte Menschen in Oberhessen e.V." überreichten Bürgermeister Somogyi, Kassierer Herr Zink und Oberstleutnant Rödiger eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an die Geschäftleitung unseres Hospizes. Frau Bianca Schlote und Estelle Quirin übergaben eine weitere Spende von 50 Euro im Namen der sozialpädagogischen Familienhilfe "Liv - Kinder- & Jugendhilfe".

Für die zweite Etappe des Tages stieg Gunter in die Kutsche von Bianca Schlote ein und es ging mit zwei PS etwas ruhiger weiter nach Stadtallendorf. Allerdings ist ruhig hier das falsche Wort, denn auch auf diesem deutlich entschleunigten Abschnitt der Reise absolvierte Gunter pflichtgetreu und inzwischen routiniert ein Radiointerview. Vor dem Stadtallendorfer Rathaus übergab Bürgermeister Somogyi noch Geschenke von der Stadt und Oberstleutnant Rödiger eine Gedenkplakette der Bundeswehr.

Auf der letzten Etappe von Stadtallendorf bis Gilserberg waren deutlich mehr Pferdestärken im Einsatz, denn die Motorradfreunde Marburger Land übernahmen den Weitertransport. Unterstützt wurden sie dabei durch Harald Michel und Eleonore Herrmann aus Homberg (Ohm), die beide ein Motorrad mit Beiwagen haben. So konnten Gunter Lutzi und Dorothea Neubauer in den Motorradgespannen die landschaftlich schöne Strecke bis ans Ziel genießen.

Gunter ist ein Phänomen. Wir haben ihn als authentischen, freundlichen, zugewandten und kommunikativen Menschen kennenlernen dürfen, der immer seine Mission vor Augen hat. Er bewältigt die offiziellen Treffen mit den Vertreterinnen und Vertretern von Presse und Stadtverwaltungen mit Bravour, aber jede freie Sekunde nutzt er, um die Hospizidee den umstehenden Menschen zu vermitteln. Er ist ein engagierter und vorbildlicher Vertreter der Hospizbewegung.

Der gesamte Tag war für alle Beteiligten ein wunderbares Erlebnis, mit viel Spaß, tollen Erfahrungen und Eindrücken.

Nähere Informationen und Eindrücke von Gunters Fortschritt und Erlebnissen bekommen Sie auf der Homepage des Hospizes Bergstraße https://www.hospiz-verein-bergstrasse.de/ . Hier ein kurzer Hinweis auf Sendetermine in Radio und Fernsehen, die uns bekannt sind:

  • 12.07. um 8:15 und 12:15 Uhr auf Radio Horeb
  • 12.07. in der ARD Sendung „Live nach 9“ zwischen 9 und 10 Uhr ein Live-Interview von Gunter aus dem Hospiz Gelnhausen
  • 15.07. bei Kai Völker am Vormittag zwischen 10 und 12 Uhr auf HR1
  • 15.07. um 17.30 Uhr voraussichtlich in den Regionalnachrichten bei SAT1

Die offiziellen Informationen des Hospizes Bergstraße, die regelmäßig aktualisiert werden finden Sie hier.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz besonders bei den vielen Menschen, Vereinen, Organisationen und Firmen bedanken, die diesen außergewöhnlichen Tag durch ihre Beteiligung und / oder Spenden mitgestaltet haben. Ein herzliches Dankeschön geht an ...

  • ... die Bürgermeister der Städte Marburg, Kirchhain, Amöneburg, Stadtallendorf und Neustadt mit ihren Verwaltungen und Ordnungsämtern,
  • ... den Marburger Automobil Club
  • ... die Motorradfreunde Marburger Land, die von der Abfahrt im Hospiz bis nach Gilserberg die gesamte Aktion begleiteten, sowie Eleonore Herrmann und Harald Michel mit ihren Motorradgespannen,
  • ... die Klasse 6a der Stiftsschule St. Johann in Amöneburg mit ihrer Kunstlehrerin Frau Carolin Käs für die Gestaltung der wunderbaren Plakate für Gunters Aktion,
  • ... den Verein "Unser Schweinsberg e.V.", der uns die Grillhütte Schweinsberg kostenlos zur Verfügung gestellt hat,
  • ... den Verein "Aktion für behinderte Menschen in Oberhessen e.V." und die sozialpädagogische Familienhilfe "Liv - Kinder- & Jugendhilfe" für ihre Spenden,
  • ... Bianca Schlote, die Gunter unentgeltlich mit ihrer Kutsche von Schweinsberg nach Stadtallendorf gefahren hat,
  • ... die Firmen Landmetzgerei Kalender (Sterzhausen), Edeka-Pietsch (Homberg/Ohm), Bäckerei Dickel (Homberg-Niederofleiden), Getränke Weiß (Kleinseelheim), die uns alle mit Lebensmitteln und Grillmaterial versorgt haben.

Vor allem aber bedanken wir uns bei Gunter Lutzi, der uns durch seine Aktion motiviert hat, mitzumachen und den Tag so zu gestalten. Er setzt sich ein für all diejenigen die sich tagaus, tagein um die liebevolle Pflege der Gäste in den Hospizen kümmern: die haupt- und ehrenamlich Mitarbeitenden, deren Arbeit und Engagement nicht hoch genug einzuschätzen ist.

Durch einen Klick auf die folgenden Links, gelangen Sie zu kurzen Videos, die Gunter in Marburg und auf dem Marktplatz von Treysa aufgenommen und anschließend auf YouTube hochgeladen hat:

Wir hoffen, dass die folgenden Fotos (alle Fotos sind Privatfotos) einen Eindruck von den Ereignissen des Tages vermitteln. Durch einen Klick auf ein Foto können Sie es vergrößern. Über die Rücktaste Ihres Browsers gelangen Sie zurück zur Startseite und der Übersicht.

Gunter, Maddin und Begleitung am See
Empfang vor dem Hospiz
Motorradfreunde vor der Abfahrt am Hospiz
Motorradfreunde, Oldtimerfahrer und unsere Kassenwartin Rita Philippi (rechts)
Oldtimer auf dem Marburger Marktplatz
Gunter und "Chauffeur" Bernd Schönherr
Die Begleitmotorräder der Motorradfreunde
Gunter trifft auf OB Dr. Spies
Vertreter aller Gruppen
Marktplatz Kirchhain: Geschäftsführung des Hospizes, Gunter und Bürgermeister Hausmann
Amöneburger Marktplatz: Gunter übergibt ein Päckchen mit Blumensamen an Bürgermeister Plettenberg
6a der Stiftsschule mit selbstgemalten Plakaten
Spendenübergabe am Grillplatz Schweinsberg
Fleißige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer
Kutschfahrerin Bianca Schlote im Gespräch mit der Geschäftsführung Neubauer / Oehler
Kutschfahrt durch Niederklein
Kutsche mit Schülerplakat
Zwischenziel erreicht: Rathaus Stadtallendorf
Bürgermeister Somogyi übergibt Präsente
Oberstleutnant Rödiger übergibt eine Plakette der Bundeswehr
Weiter geht's im Beiwagen von Harald Michel
1. Stadtrat von Neustadt, Herr Ellenberg begrüßt Gunter und seine Begleiter
 
 

Wichtige Information für Besucherinnen und Besucher

Besuche naher Angehöriger sind zurzeit möglich, wenn diese auf Covid 19 negativ getestet sind.
Besuche müssen mit dem Pflegepersonal vorab telefonisch vereinbart werden (06421-94258-10).

 

 

St. Elisabeth-Hospiz Marburg

Jedes Leben ist einzigartig. Jedes Leben ist vielfältig. Und jedes Leben ist vergänglich. Wann der Lebensweg des Einzelnen endet, können wir nicht beeinflussen. Wohl aber, wie er endet. Weil wir glauben, dass jedes Lebensende gleichzeitig ein Anfang ist und jede Lebensphase ihre Berechtigung besitzt, möchten wir unsere Gäste im St. Elisabeth-Hospiz auf dem letzten Abschnitt ihres Lebens begleiten.

Das St. Elisabeth-Hospiz liegt in dem wunderschönen Park der Vitos-Klinik in der Cappeler Straße. Die Jugendstilvilla mit ihrem Anbau wurde so umgebaut, dass sie Platz bietet für zehn schwerstkranke und sterbende Menschen, die hier ihre letzte Zeit in Würde leben können. Die freundlichen hellen Zimmer mit eignem Bad haben alle Zugang zu der großen Freiterrasse. Angehörige und Freunde sind jederzeit willkommen und können auf Wunsch mit im Zimmer des Gastes oder in einem separaten Angehörigenzimmer übernachten.

Das Haus bietet mit seinem Wohnzimmer und dem großen Aufenthaltsraum im lichtdurchfluteten Glasbau vielfältige Möglichkeiten des ruhigen Miteinanders, aber auch der Geselligkeit und des Kontaktes mit allen am Leben im Hospiz beteiligten Personen. Im "Raum der Stille" finden alle einen Ort, der sie dazu einlädt, sich mit ihrer Traurigkeit, ihren Erinnerungen und Gedanken und ihren Gefühlen zurückzuziehen und zur Ruhe zu kommen. Er ist auch ein Ort, der immer wieder einlädt, sich an unsere verstorbenen Gäste zu erinnern.

Alle im Hospiz Mitwirkenden sind bemüht, die körperlichen und seelischen Schmerzen eines jeden Gastes zu lindern. Was er möchte und was ihm gut tut, das steht im Mittelpunkt des Hospizalltags und bestimmt Ablauf und Gestaltung eines jeden Tages. Der Gast darf das Gefühl haben, zuhause zu sein.